Farbwirkung und Ästhetik der Kreidezeit Wandfarben und Putze

Die Wirkung der Kreidezeit Wandfarben und Putze, die hauptsächlich auf traditionellen Rezepturen beruhen, unterscheidet sich aufgrund der verwendeten natürlichen Inhaltstoffe (vor allem auch wegen des Verzichts auf Titanweiß) von den weithin gebräuchlichen Kunststoffdispersionsfarben. Die Oberflächen wirken lebendiger, je nach Lichtverhältnissen variiert die Farbwirkung. Es kann ein leicht wolkiger Charakter entstehen. Eine Verarbeitung mit der Streichbürste unterstreicht diesen Charakter. Daher empfehlen wir die Verarbeitung mit der Bürste. In manchen Fällen, z.B. beim Anstrich von Rauhfaser, ist die Verwendung von Farbwalzen praktischer. Abgetönte Sumpfkalkfarbe sollte jedoch nie mit Farbwalzen gestrichen werden.

 

Bei den Erdpigmenten handelt es sich nicht um intensive Farbtöne, die nur ein bestimmtes Farbspektrum abdecken, sondern um sanfte Farbtöne, in denen das gesamte Spektrum enthalten ist. Dadurch lassen sich diese Farben sehr einfach und harmonisch miteinander kombinieren.

Kreidezeit Kasein-Farben und -Putze

Kasein aus Kuhmilch

Kreidezeit Kaseinfarben sind Wand- und Deckenfarben deren Bindemittel reines natürliches Milcheiweiß (= Kasein) ist. Bereits im alten Ägypten wurden Farben aus Milch und Erdpigmenten hergestellt und verarbeitet. Gleiches geht aus althebräischen Texten hervor. Wandmalereien in der Sixtinischen Kapelle (Secco Technik) verdanken ihre Haltbarkeit den gleichen alten Rezepten.

 

Statt Milch wurde später auch Quark verwendet, dieser enthält die dreifache Menge an Kasein (ca. 12 %). Durch Verwendung von Milch und Quark müssen die Farben immer frisch zubereitet werden. Haltbar sind sie nur Stunden bis wenige Tage. Moderne Kaseinfarben werden als Pulver hergestellt und enthalten Kasein in trockener Form. So wird die Lagerfähigkeit auf mehrere Jahre ausgedehnt. Konservierungsstoffe sind überflüssig, das Transportgewicht und damit die Transportkosten, die Verpackungsabfälle werden auf ein Minimum reduziert.

Kasein aus Hulsenfrüchte (Lupinen)

Neuer ist die Verwendung von pflanzlichem Eiweiß als Bindemittel. Pflanzenkasein stammt von Eiweiß sammelnden Pflanzen wie Erbsen, Lupinen, Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten. Milchkasein wird hergestellt durch Behandlung frischer Milch mit Säure oder Kälberlab, wobei das Eiweiß ausflockt und anschließend filtriert, getrocknet und gemahlen wird. Das Eiweiß behält dabei seine Speisequalität. Allein verwendet ist das Kasein kein Bindemittel, es fehlt ihm an Klebkraft. Erst in Gegenwart von Alkalien verwandelt sich das Kasein in einen Leim, das Eiweiß wird „aufgeschlossen“. Geeignet sind: Pottasche, Soda, Bikarbonat (Backpulver), Hirschhornsalz, Borax oder Kalkhydrat.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Farbbindemitteln übt das Kasein fast keinen Einfluss auf das Erscheinungsbild von Pigmenten und Füllstoffen aus. So können Pigmente in ihrer einzigartigen typischen Brillanz erstrahlen. Kreidezeit Kaseinfarben sind in ihrem gesamten Produktzyklus (Gewinnung, Verwendung, Entsorgung) biologisch absolut unbedenklich. Farbreste können sogar kompostiert werden.

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Kreidezeit Kalk-Produkte

Kalkglätte mit Fossilienschablonierung
Kalkglätte mit Fossilienschablonierung

Reine Kalkprodukte haben positive Auswirkungen auf das Wohnklima. Kalk ist auf natürliche Weise wasserfest, antistatisch, hoch diffusionsoffen, schimmelhemmend und emissionsfrei. Diese Eigenschaften machen Kalk zu einem auch für Allergiker bestens geeigneten Rohstoff.

 

Seit über 14.000 Jahren hat sich Kalk als Baustoff und Anstrichmittel bewährt. Er ist sowohl bei der Gewinnung

praktisch unbegrenzt verfügbar, als auch im gesamten Lebenszyklus optimal umweltverträglich. Kalk hat ein hohes Lichtreflexionsvermögen, durch die feinkristalline Struktur

entsteht der unverwechselbare Kalklüstereffekt.

 

Kreidezeit Kalkprodukte werden heutigen Ansprüchen an eine einfache Verarbeitung gerecht und sind auf modernen Untergründen wie Gipskarton, Gipsfaserplatten und Gipsputzen

anwendbar. Im Kreidezeit Werk in Sehlem fertigt Kreidezeit aus hochweißem Marmorkalk, heimischen hydraulischen Kalken und ausgesuchten Marmor- und Quarzsanden eine breite Palette von Kalkprodukten mit unterschiedlichsten Oberflächenwirkungen.

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Holzoberflächenbehandlung

geölte Holzoberfäche
geölte Holzoberfäche

Holz ist ein einzigartiges Material und den Menschen schon immer als Baustoff vertraut. Zu den Vorteilen gehören neben dem Aussehen und den organischen, die Tastsinne schmeichelnden Oberflächen auch seine konstruktiven Eigenschaften: Elastizität und Stabilität. Um diese Qualitäten zu erhalten und noch zu betonen, sind natürliche ölhaltige Anstriche die beste Wahl.

 

Wichtigster Rohstoff der Kreidezeit Holzanstriche ist das gut trocknende Leinöl. Als seit vielen Jahrhunderten bewährtes Anstrichmittel hat es maßgeblich zum Erhalt historischer Gebäude beigetragen. Gewonnen wird Leinöl, indem man Lein- oder Flachssamen presst. Durch kleine Moleküle (etwa 50 x kleiner als Kunstharze) dringt es selbst in kleinste Holzporen tief ein. Über seine gesamte Lebensdauer bleibt es elastisch und optimal diffusionsfähig. Risse in Anstrichen und Staunässe im Holz werden so zuverlässig vermieden. Aus Leinöl, Kiefernharzen, Standölen, portugiesischem Balsamterpentinöl und Mineralpigmenten fertigt Kreidezeit verschiedenste Produkte zur Holzbehandlung.

 

Bauphysikalisch sinnvolle Rezepturen aus schadstofffreien und nachwachsenden Rohstoffen ergeben eine höchste Anwendungs- und

Nutzungssicherheit. Außerdem hinterlassen sie später bei der Entsorgung keinen Sondermüll. Damit übertreffen die natürlichen Kreidezeit Produkte zur Holzbehandlung die verbreiteten schnell trocknenden Acryl- und Alkydharzanstriche in vielerlei Hinsicht. Unsere Öl-Produkte sind frei von Blei, Barium und Kobalt.

 

Alle Produkte unterliegen einer strengen internen Qualitätssicherung, alle Rohstoffe werden mit größter Sorgfalt ausgewählt. Eine vollständige Deklaration aller Inhaltstoffe ist auch hier selbstverständlich.

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